Airline

Als Ferdinand Graf von Zeppelin Ende November 1909 in Frankfurt am Main die erste Airline der Welt gründete, konnte er noch nicht ahnen, wie sich seine bahnbrechende Idee in nur 100 Jahren weiterentwickeln würde. Schließlich wurde der Höhenflug der „Deutschen Luftschifffahrt Aktiengesellschaft“ (DELAG) durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges zunächst unsanft gestoppt. Nach dem Ende der Feindseligkeiten ging es allerdings Schlag auf Schlag, und das nicht nur für Graf von Zeppelin und seine Gesellschaft. Immer mehr Staaten erkannten die Möglichkeiten der Luftschifffahrt, und es entstand in schneller Folge eine Airline nach der anderen. So baute beispielsweise die britische Luftwaffe einige ihrer Flugzeuge zu Verkehrs- und Frachtmaschinen um und nahm einen regelmäßigen Flugverkehr zwischen London und Paris auf. 1918 zogen die Franzosen nach und gründeten die Airline „Lignes Aeriennes Latecoere“ (Frankreich). Die Deutschen beteiligten sich ab 1926 am Geschäft, mit der Gründung der Deutschen Lufthansa. Trotz dieser frühen Entwicklung des Passagierverkehrs konnten sich lange Zeit aber nur betuchte Zeitgenossen eine Flugreise leisten. Zumal eine Airline damals entweder dem Staat gehörte oder zumindest staatlich gefördert wurde und sie sich deswegen um eventuelle finanzielle Defizite keine Sorgen machen musste. Bewegung kam dann mit der Gründung privater Fluggesellschaften, wie Ryanair oder Condor, auf dem Markt. Denn anders als die staatliche Konkurrenz war eine private Airline auf Umsatz und damit Kunden angewiesen. Besserer Service und bessere Angebote brachten die staatlichen Fluggesellschaften schnell in Bedrängnis und sorgten dafür, dass das Fliegen nun zum ersten Mal auch für den sprichwörtlichen „Otto Normalverbraucher“ erschwinglich war. Die Charterfluggesellschaften, die unter eigener Marke fliegen, taten ihr Übriges.