Billigfluglinie

Eine Billigfluglinie (Low-Cost-Airlines) ist eine Fluggesellschaft, die Linienflüge, das heißt Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, wesentlich günstiger als andere Fluggesellschaften anbietet und damit den Menschen eine Flugreise ermöglichet, welche sich bisher auch die günstigeren Angebote der herkömmlichen Fluggesellschaften nicht leisten konnten. Dies ist möglich, weil diese Airlines die üblichen Dienste, wie Speisen und Getränke gar nicht oder nicht gratis ausgeben, sondern der Fluggast dafür an Bord bezahlt. Sie konzentrieren sich vordergründig auf den Transport der Personen. Häufig nutzt eine Billigfluglinie einheitliche Flugzeugtypen, die gut ausgelastet sind. Die Tickets sind ungewöhnlich preisgünstig und oft nur über das Internet bestellbar. Weitere Einsparungen werden erzielt, indem nur die zugelassene Mindestbesatzung an Personal an Bord ist und die Mitarbeiter kaum in Gewerkschaften organisiert sind. Außerdem gibt es meist nur eine Klasse, keine Sitzplatzreservierungen, und es werden in erster Linie kleinere Flughäfen angeflogen. Die Billigfluglinie habt sich auf Kurzstreckenflüge spezialisiert, was sie auch für Geschäftsreisende attraktiv macht, die häufig eine bestimmte Strecke fliegen müssen und dabei Wert auf Schnelligkeit und ein stressfreies Reisen sowohl im Inland als auch bei internationalen Flügen legen. So manche Billigfluglinie fliegt inzwischen aber auch typische Urlaubsziele an, was sie auch für Touristen interessant macht. Die Billigfluggesellschaften versuchen also Einsparungen am Service zu machen und in erster Linie an die Kunden weiterzugeben. In den 1990er Jahren erhielt das ursprünglich aus den USA (Southwest Airlines 1971) stammende Konzept der Billigfluglinie auch in Europa Einzug, zunächst mit der Fluggesellschaft Ryanair. In Deutschland zogen unter anderem Germanwings und TUIfly nach. Durchschnittlich soll jeder fünfte Flug in Deutschland von einem Billigflieger durchgeführt werden.