Cockpit

Welches Kind träumt nicht davon, einmal ganz vorn im Cockpit zu sitzen und mit dem schweren Eisenvogel abzuheben – oder wenigstens einmal die vielen Schalter und Knöpfe aus der Nähe zu betrachten. Und selbst so manch Erwachsener ist fasziniert von der vielen Technik in der Pilotenkanzel. Der Arbeitsplatz des Flugzeugführers befindet sich an der Frontseite des Fliegers, direkt hinter der Flugzeugnase. Hier gehören Kopfhörer, Headset, Handbuch und verschiedenes Kartenmaterial zur Ausstattung, wie die Computertechnik und die Uniform. Vom Cockpit aus werden sämtliche fliegerischen und technischen Prozesse gesteuert sowie kontrolliert. Mehrere einhundert Bedien- und Kontrollelemente sind in modernen Flugzeugen für den Betriebsablauf, die Steuerung, die Navigation, die Kontrolle und die Kommunikation vorhanden. Der Steuerknüppel, in der Fachsprache als „Steuerhorn“ bezeichnet, ist neben den Sidesticks für die Höhen- und Querruder sowie die Pedale für die Seitenruder und Gasbremsen eines der wichtigsten Bedienelemente im Cockpit. Die Bedienung ein oder mehrerer Funkgeräte, des Autopiloten, des Flight Management Systems, der Sicherungsautomaten, der Feuerlöscher und der Sprechanlage erfolgt alles vom Cockpit aus. Über mehrere Monitore werden wichtige Flugdaten angezeigt und geben dem Piloten und seiner Crew Informationen über die Messergebnisse vom Höhenmesser, Fahrtmesser, Drehzahlmesser, Kompass, der Anzeige für Öldruck und Öltemperatur und einer Vielzahl weiterer Auswertungen. Um ein störungsfreies Arbeiten von Pilot, Co-Pilot und gegebenenfalls eines Flugingenieurs im Cockpit zu gewährleisten, sind in Passagierflugzeugen die Türen zur Kabine verschlossen und zusätzlich gepanzert. Für eine stets gute Sicht aus der Pilotenkanzel sorgen entspiegelte Fensterscheiben, die teilweise mit einer wasserabweisenden Substanz benetzt sind. Sonnenblenden an der Front und den Seitenfenstern sind hier ebenso unerlässlich.