Flugsicherheit

Die Flugsicherheit bezeichnet einerseits die Theorie, die Untersuchung und die Einordnung von Flugunfällen und andererseits die Vermeidung von Flugunfällen mittels Sicherheitsvorschriften, Kontrollen, Ausbildung und Training. Auf keinen Fall darf die Flugsicherheit mit der Flugsicherung verwechselt werden: die Flugsicherung hat ganz andere Aufgaben. So dient sie dem sicheren, geordneten und flüssigen Ablauf des Luftverkehrs. Die Flugsicherheit hingegen ist auch für die Luftsicherheit verantwortlich, die zunehmend an Bedeutung gewinnt. Darunter versteht man die Sicherheit im Luftraum, also die Abwehr äußerer Gefahren im Luftverkehr, wie etwa Flugzeugentführungen, Sabotageakte oder andere gefährliche Eingriffe. Auch darf in diesem Zusammenhang bestimmten als „unsicher“ eingestuften Fluggesellschaften das Einfliegen in den eigenen Luftraum untersagt werden. Um die Flugsicherheit zu erhöhen, müssen Unfallgefahren erkannt und beseitigt oder wenigstens verringert werden. Zu diesen Gefahren zählen zum Beispiel Vogelschlag, den es durch gezielte Maßnahmen zu verringern gilt. Im schlimmsten Fall führt Vogelschlag schließlich nicht nur zum Tod des Tieres, sondern auch zum Absturz von Flugzeugen. Des Weiteren zählen Maßnahmen dazu, die die Folgeschäden von Notfällen verringern sollen. Auch das entsprechende Training des Flugpersonals und Schulungen gehören zu den Maßnahmen, mit denen ständig daran gearbeitet wird, die Sicherheit zu erhöhen. In Deutschland ist die Europäische Agentur für Flugsicherheit in Köln, das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig zuständig. Seit 1944 sind alle Staaten durch das Abkommen von Chicago dazu verpflichtet, nach einem Flugunfall über ihrem Hoheitsgebiet eine Untersuchung durchzuführen. Auch die Länder, in denen das betroffene Flugzeug gebaut worden ist, dürfen an einer solchen Untersuchung teilnehmen. Im militärischen Bereich ist eine Fachabteilung des Luftwaffenamtes zuständig.