Kurzurlaub

Einmal im Jahr richtig ausspannen, drei Wochen lang keinen Bürostress, kein Telefonklingeln und keine Meetings – für die meisten Menschen ist das genau die richtige Definition von Urlaub. Und vermutlich wird sich daran so schnell auch nichts ändern. Allerdings kann man in den letzten Jahren verstärkt noch einen weiteren Trend beobachten, und zwar den Kurzurlaub. Anders als der Jahresurlaub dauert so ein Kurzurlaub meist nur wenige Tage. Oft nutzen die Urlauber auch Feiertage mit einem anschließenden Brückentag, um einen solchen Kurzurlaub einzuschieben. Wer richtig plant, kann so mehrere Kurztrips im Jahr gestalten, ohne wertvolle Urlaubstage zu vergeuden. Neue Eindrücke in kurzer Zeit sammeln, Ziele ansteuern, von denen man immer schon geträumt hat, das ist alles möglich mit einem kurzen Urlaub. Doch wohin geht die Reise?

Individuelle Urlaubsziele für den Kurzurlaub

Die Urlaubsziele sind so unterschiedlich wie die Menschen. Oft nutzen Urlauber diese Zeit zum Beispiel für eine Städtereise nach Paris oder Rom. Denn die meisten deutschen Flughäfen verfügen über ausgezeichnete Verbindungen in die wichtigsten europäischen Metropolen. Und das Wichtigste: In kurzer Zeit ist jeder am Ziel. Auch für ein gemütliches langes Wochenende in der Nähe oder einen mehrtägigen Wellness-Urlaub wird der Kurzurlaub sehr gern genutzt. Dann setzen die Kurzurlauber verstärkt auf das Fliegen. Denn Flugreisen sind mittlerweile für jedermann erschwinglich geworden. Vor allem haben Billigairlines viele günstige Angebote für Kurzstreckenflüge im Programm. So lässt sich ein solcher Kurzurlaub auch sehr abwechslungsreich gestalten. Warum also nicht einmal ein verlängertes Wochenende in einer Blockhütte im Wald verbringen oder bei den Kunstschätzen aus der römischen und griechischen Antike? Oder warum nicht ein bisschen frische Meeresluft schnuppern oder beim Wandern diverse Gipfel erklimmen? Möglichkeiten gibt es viele. Die Akkus aufladen und die Gelegenheit nutzen, einmal ein paar Tage abzuschalten und alle Fünfe gerade sein zu lassen. Das lässt sich heute kaum noch jemand entgehen. Denn gerade wenn man jeden Tag Hochleistungen vollbringen muss und kaum neue Eindrücke erfährt, sehnt man sich nach Abwechslung und aufregenden Impressionen. Nicht nur bei Bürostress wirkt ein Kurzurlaub wahre Wunder. Wer den Kopf einfach mal frei macht und das Handy bei Seite legt, entfaltet wieder neue Energien. Danach kann man wieder ganz relaxt an seinen Schreibtisch zurückkehren. Denn Reisen macht auch selbstbewusster: Hat man den Flug allein gemeistert, das Hotel auf eigene Faust gebucht oder das kleine gemütliche Restaurant selbst ausgewählt und sogar im Straßengewirr gefunden, steigt das Selbstbewusstsein. Und wer dann noch seine Sprachkenntnisse aus der Schule gut anwenden konnte, hat auf jeden Fall im Kurzurlaub alles richtig gemacht. Und kann dann auch sämtlichen Herausforderungen auf Arbeit ganz gelassen begegnen. Selbst die Zeit bis zum nächsten „großen“ Urlaub kann man so viel leichter überbrücken.

Was man beim Kurzurlaub beachten sollte

Doch was sollte man beachten, bevor man seinen Kurzurlaub antritt? Wie auch beim Jahresurlaub immer erst buchen, wenn der Reisetermin feststeht. Denn wer umbuchen muss, zahlt oft drauf. Auch wenn man einen anderen Teilnehmer findet, muss man in der Regel mehr bezahlen, denn selbst die Namensänderung kostet bis zu 100 Euro. Sparen kann man beim Kurzurlaub vor allem, wenn man nur mit Handgepäck fliegt. Große Gepäckstücke sind bei einem kurzen Trip oftmals nicht notwendig und man spart mit dem Handgepäck nicht nur Geld sondern auch Zeit. Denn wenn man nicht am Gepäckband warten muss, kann man einfach durchmarschieren zum Shuttle-Bus, der direkt zum Ziel fährt. Wer umsichtig packt, hat dann im Handgepäck all das, was unentbehrlich ist für den Kurzurlaub: Pass, Kamera und Medikamente, also all die Gegenstände, die beim Flug nicht verloren gehen dürfen. Auch Flüssigkeiten sowie Cremes und Sprays können mitgenommen werden. Diese gehören jedoch immer in besondere Verpackungen. Sie müssen abgepackt werden in kleinere Dosen oder Flaschen, kleiner als 100 Milliliter, und zudem in einem wiederverschließbaren Plastikbeutel verstaut werden. Dieser muss durchsichtig sein und darf ein Fassungsvermögen von einem Liter nicht überschreiten. Dazu eignen sich auch herkömmliche Gefrierbeutel mit Zipp-Verschluss. Jedoch darf nur pro Person ein Beutel für flüssige Artikel mitgeführt werden. Und wenn man sich Getränke im Duty-Free-Shop kaufen möchte? Diese Artikel werden vom Verkaufspersonal in besondere Beutel verpackt und gleichzeitig versiegelt. Sie entsprechen somit den Sicherheitsstandards und sollten erst nach der Ankunft am Ziel geöffnet werden.