Landebahn

Eine Landebahn findet man auf einem Flugplatz, auf einem Flughafen oder auf einem Flugzeugträger. Bezeichnet wird damit in der Regel eine befestigte Strecke, auf der die landenden Flugzeuge aufsetzen, abbremsen und dann ausrollen. In den allermeisten Fällen dient die Landebahn, die übrigens auch als Piste, Bahn oder Runway bezeichnet wird, nicht nur der Landung, sondern auch dem Start von Flugzeugen. Allerdings darf dies nicht gleichzeitig passieren, denn aus Gründen der Sicherheit darf sich immer nur ein einziges Flugzeug auf der Bahn befinden. Bei Flughäfen mit hoher Auslastung ist dies eine echte Herausforderung, denn hier wird die Landebahn, gerade zur Hochsaison, im Minutentakt gebraucht. Nicht selten kann man deshalb beobachten, dass ein Flugzeug gerade auf der Landebahn ausrollt, während ein anderes zur gleichen Zeit vom Ende derselben Bahn abhebt. Da eine Landebahn erheblichen Belastungen ausgesetzt ist, gelten für eine solche Piste ganz besondere Bauvorschriften. So beträgt die Stärke der Beläge einer solchen Bahn in der Regel mindestens einen Meter. Ein weniger starker Belag würde die Räder der großen Verkehrsflugzeuge bei der Landung einsinken lassen und zu Unfällen führen. Das verwendete Material ist entweder Beton oder Asphalt. Asphalt kommt wegen seiner kürzeren Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren meist auf kleineren Flughäfen zum Einsatz, während große Verkehrsflughäfen für den Runway meist auf Beton setzen, der eine Lebensdauer von rund 40 Jahren hat. Darüber hinaus werden die Pisten so flach wie möglich gebaut, um ein ruhiges Startverhalten zu ermöglichen. Damit bei starken Regenfällen kein Aquaplaning entsteht, haben die Betonpisten zudem Rillen in der Oberfläche, durch die das Wasser gefahrlos abfließen kann.