Linienflug

Ein Linienflug bezeichnet einen Flug, der nach einem Flugplan in regelmäßigen Abständen zu einer bestimmten Zeit eine bestimmte Route fliegt. Das heißt, er startet immer zur gleichen Zeit von einem Flughafen zu einem bestimmten Zielflughafen, egal, ob der Flug ausgebucht ist oder nicht. Vorstellen kann man sich das Ganze so ähnlich wie bei einer Bahn- oder Buslinie. Die Flugmaschinen verkehren immer zur gleichen Zeit, auf ein und derselben Route. Einen solchen Linienflug kann man für Passagiere, aber auch für Fracht buchen. Meist verkehren diese Linien zu gewerblichen Zwecken. Bei Linienflügen gibt es verschiedene Flugklassen. Im Gegensatz zu einem Linienflug steht der Charterflug. In diesem Fall bucht ein Reiseveranstalter Plätze in einer Maschine. Für diese Buchungen muss er zahlen, unabhängig davon, ob die Plätze tatsächlich von Reisewilligen gebucht werden. So trägt der Reiseveranstalter das finanzielle Risiko, und die Fluggesellschaft hat keinen Verlust. Bei einem Linienflug bleibt dieses wirtschaftliche Risiko bei der Fluggesellschaft, wenn die Plätze unbesetzt bleiben. Zwischen den beiden Flugarten gib es noch einen weiteren Unterschied: bei einem Charterflug gibt es lediglich eine Beförderungsgarantie, jedoch keine Garantie bezüglich der Flugzeiten. Dieser Umstand macht einen Linienflug so wichtig für Geschäftsreisende, denn er fliegt garantiert zu der festgelegten Zeit, vollkommen unabhängig, wie der Flug ausgelastet ist. Muss man zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort sein, bucht man also einen solchen Flug. Der wahrscheinlich kürzeste Flug dieser Art findet sich in Schottland; die Entfernung der zwei Orte, zwischen denen das Flugzeug verkehrt, beträgt gerade einmal zwei Minuten. Der Längste fliegt zwischen Singapur und New York über 18 Stunden.