Nachtflug

Der Nachtflug ist ein Flug, der während der Dunkelheit durchgeführt wird. Die Bezeichnung Nacht ist dabei in der Luftfahrt anders geregelt, als im allgemeinen Sprachgebrauch. So wird laut Luftfahrtverordnung in Deutschland Nacht als die Zeit zwischen einer halben Stunde nach Sonnenuntergang und einer halben Stunde vor Sonnenaufgang definiert. Um einen Nachtflug durchführen zu dürfen, müssen Pilot, Flugzeug sowie Flughafen spezielle Voraussetzungen erfüllen. Diese sind:
  1. Das Flugzeug verfügt über eine Nachtflugausrüstung.
  2. Der Pilot hat eine Instrumentenflugberechtigung oder eine Nachtflugqualifikation.
  3. Der Flughafen ist mit einer Landebahnbefeuerung ausgestattet.
An vielen Flughäfen gilt ein teilweises oder generelles Nachtflugverbot. In der Regel werden damit die umliegenden Wohngebiete vor unnötiger Lärmbelästigung geschützt. Nachtflüge mit Sportgeräten sind in Deutschland nicht erlaubt.

Der erste Nachtflug wurde 1921 durch die amerikanische Luftpost durchgeführt. Da es damals noch keine Navigation durch Funk gab, wurden zur Orientierung Scheinwerfer auf dem Boden stationiert. Sie steckten die zu fliegende Strecke ab. In Deutschland wurde die erste Nachtflugstrecke im Sommer 1926 eröffnet. Es ging damals von Berlin nach Königsberg.

Für Passagiere ist der Nachtflug mit Vor- und Nachteilen verbunden. Bestehen keine Probleme damit im Flugzeug zu schlafen, erreicht man dank Nachtflug sein Ziel frisch und ausgeruht und hat keinen Tag seines Urlaubs allein für die Anreise verschwendet. Bei Schlafproblemen im Flugzeug muss dieser natürlich am Ziel nachgeholt werden. Der Flug wird dann als sehr anstrengend empfunden. In vielen Fällen empfehlen sich Nachtflüge mit kleinen Kindern. Da sie selbst im Flugzeug müde werden. Dadurch ist die Gefahr geringer, dass sich das Kind den ganzen Flug über langweilt oder gar weint.