Nonstop-Flug

Von einem Nonstop-Flug spricht man, wenn während eines Fluges mit einem Flugzeug zwischen dem Start- und dem Zielflughafen keine Zwischenlandung stattfindet. Erst die Einführung von Jet-betriebenen Flugzeugen machte den Nonstop-Flug möglich. Mit Kolbenmotoren betriebene Flugzeuge, wie sie zuvor genutzt wurden, mussten während Langstreckenflügen, um aufzutanken, oft mehrere Zwischenstopps einlegen. Heute ist es Passagierflugzeugen möglich, bis zu 17.000 Kilometer zurückzulegen, ohne dass eine Zwischenlandung erforderlich wird. Anfang des 20. Jahrhunderts fanden die ersten Nonstop-Flüge statt. Zu dieser Zeit wurde ein solch großer Fortschritt sogar mir Preisgeldern belohnt und dadurch auch immer von der Presse mit großer Aufmerksamkeit begleitet. Sehr bekannt wurden dadurch die ersten Überquerungen des Ärmelkanals. Auch heute wird ein besonders langer Nonstop-Flug noch werbewirksam genutzt. So überzeugen die neuesten Flugzeuge mit Zuverlässigkeit und hoher Sicherheit in der Werbung. Der derzeit längste Nonstop-Flug verkehrt zwischen Singapur und New York über rund 16.000 Kilometer und wird von einem Airbus A340 bewältigt. Möglich macht dies vor allem die Erdrotation und die Ausnutzung des Jet-Streams. In der militärischen Luftfahrt ist ein Nonstop-Flug besonders wichtig; hier werden die Flugzeuge zur Reichweiten-Verlängerung der Einfachheit halber sogar in der Luft betankt. So ist es möglich, dass die Air Force One des Amerikanischen Präsidenten sogar bis zu sieben Tage in der Luft bleiben könnte, falls dies durch eine Bedrohung oder andere Gründe erforderlich sein sollte. Wenn die Maschine zum Betanken zwischenlanden müsste, wären ebenfalls immer erhebliche Sicherheitsvorkehrungen notwendig. Durch die Betankung in der Luft durch ein anderes Flugzeug wird dies nicht notwendig.