Slot

Im Flughafenbetrieb wird der Zeitraum, den ein Flugzeug zum Starten oder Landen benutzen darf, als Slot bezeichnet. Der Flughafen vergibt den Slot pro Flugzeug und pro Start respektive Landung an die Fluggesellschaften. Faktoren, welche die Anzahl beeinflussen, sind die Kapazitäten des Flughafens. So spielen also die Art und Dauer der Passagierabfertigungen, die Bedingungen des Wetters, Flugverbote (zum Beispiel das Nachtflugverbot bestimmter Flughäfen) und die Beschaffenheit und Anzahl der Start- und Landebahnen eine Rolle bei der Festlegung der Anzahl der Slots. An manchen Flughäfen ist die Anfrage nach einem Slot so hoch, dass eine spezielle Zuteilung erfolgen muss. Zum Beispiel ist in Paris am Flughafen Charles de Gaulle die Nachfrage wesentlich höher als die verfügbare Anzahl. Also gibt es in den meisten europäischen Ländern eine zentrale staatliche Behörde, die jährlich die Vergabe regelt. Es ist für die Planung der Fluggesellschaften von großer Bedeutung, da die Flugpläne erst nach der Zuteilung erstellt werden können. In Deutschland sind die Flughäfen in München, Stuttgart, Düsseldorf, Berlin und Frankfurt am meisten ausgelastet. Ein Slot darf nicht verkauft werden, sondern maximal mit einem anderen getauscht werden. Es gibt das so genannte „Großvaterrecht“, welches besagt, dass bei einer achtzigprozentigen Auslastung der zugeteilten Start- und Landezeitfenster in der nächsten Flugperiode wieder ein Anrecht darauf besteht. Auch europaweit gibt es eine gesetzliche Verordnung, die für alle Fluggesellschaften bindend ist. Probleme treten meistens erst dann auf, wenn durch Unwetter oder Streiks der Flugplan durcheinander gerät. Aber auch für diese Fälle konnten im Laufe der Jahre und mit zunehmender Erfahrung immer bessere Systeme zur Lösung entwickelt werden.