Stornierung

Die Stornierung einer Reise ist die nachträgliche Rückabwicklung der Buchung. Meist tritt dieses sogenannte Storno aufgrund unglücklicher Ereignisse auf. So kann zum Beispiel ein Reiseteilnehmer krank werden oder seine Flugangst nicht überwinden. Man kann sich jedoch auch aus persönlichen Gründen zu einem Abbruch der geplanten Reise entscheiden, denn viele Urlauber haben heutzutage Angst, aufgrund von Krankheiten im Zielgebiet, Terroranschlägen und anderen Krisensituationen die Reise anzutreten. Doch diese allgemeine Verunsicherung kann nicht als Grund geltend gemacht werden, die Stornierung einer Reise kostenlos vorzunehmen. Deswegen ist immer eine Reiserücktrittsversicherung sinnvoll, die im Falle einer Stornierung die Kosten übernimmt. Jedoch müssen hier wichtige Gründe für den Reiserücktritt vorliegen, die in den Policen der Versicherung festgesetzt sind. Denn eine Reisebuchung gilt in der Rechtssprache als ein verbindlicher Vertragsabschluss zwischen Veranstalter und Kunde. Der Kunde hat laut dem Bürgerlichen Gesetzbuch zwar das Recht, von dem Vertrag zurückzutreten, der Veranstalter darf dafür aber eine angemessene Entschädigung fordern. Um sich abzusichern, haben die Veranstalter Rücktrittspauschalen festgelegt, die in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen aufgeführt sind. Sie sind in der Regel abhängig von der Reiseart (Flugreise, Seereise etc.) und bei den meisten Anbietern ungefähr gleich. Große Unterschiede gibt es nur bei Reiserücktritt am Abreisetag: Während manche Veranstalter nur 75 Prozent verlangen, behalten andere den ganzen Reisepreis ein. In manchen Fällen ist eine Stornierung mit einer Entschädigung von bis zu 50 Prozent des Reisepreises und mehr verbunden.

Beim Stornieren des Fluges Bedingungen einhalten

Manchmal kommt es aber auch dazu, dass Reisende aufgrund von Medienberichten über Vorkommnisse im Urlaubsland derart verunsichert sind, dass sie ihre gebuchte Reise stornieren möchten. Jedoch muss, damit die Stornierung kostenlos ist, eine Warnung des Auswärtigen Amtes vorliegen. Denn erst wenn der Veranstalter davon überzeugt ist, dass für den Urlauber eine konkrete Gefahr besteht, wird er keine Stornogebühren verlangen. Bei den meisten Billigfliegern gibt es nicht die Möglichkeit einer Stornierung. So kann man versuchen, den Flug privat weiter zu verkaufen, jedoch fallen dann wieder Umbuchungsgebühren an, da der Name auf dem Flugticket beziehungsweise im elektronischen System geändert werden muss. Es ist also geraten, vor dem Kauf einer Reise genau zu überlegen, ob man den Billigflug auch antreten möchte. Wer eine teurere und langfristigere Reise plant, der sollte auf jeden Fall eine Reiserücktrittsversicherung abschließen, die den Gesamtbetrag der Reise deckt. Storno sind für den Reiseveranstalter und für den Reisenden mit einem Aufwand an Zeit und Papier verbunden, der sich nur auf Notfälle beschränken sollte.