Stornogebühren

Stornogebühren fallen an, wenn Sie von einem Vertrag für eine Pauschalreise zurücktreten. Keine Lust mehr zu haben, zählt dabei nicht als Grund. Es gibt gesetzliche Bestimmungen und Klauseln in Ihrem Vertrag, die Sie vor der Reise genau lesen sollten. So fallen Stornogebühren prozentual je nach Anzahl der verbleibenden Tage bis zum Reisebeginn und den Reisekosten an. Schicken Sie die Nachricht daher so schnell wie möglich ab. Dass Sie von der Reise zurücktreten wollen, muss beim Veranstalter schriftlich eingegangen sein. Versichern Sie sich also am besten doppelt über den Erhalt der Absage. Es liegt an Ihnen, die Information weiterzugeben. Bei Nichtwissen des Veranstalters über Ihren Reiserücktritt erhalten Sie keine Kosten zurückerstattet. Um sich zusätzlich zu schützen und keinen Anteil des Kaufpreises für Stornogebühren verlieren zu müssen, besteht die Möglichkeit, eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen. Diese wird nach Prüfung und Nachweis eines im Vertrag festgelegten Grundes den gesamten Betrag erstatten. Sie haben also ein im Reisegesetz verankertes Rücktrittsrecht, müssen jedoch eine Stornoentschädigung zahlen. Diese wird neben bereits erklärten Kriterien zusätzlich noch von den ersparten Aufwändungen des Veranstalters beeinflusst. Können Sie beispielsweise nachweisen, dass das Hotel zu Ihrer Reisezeit ausgebucht war, stehen die Chancen gut, keine Stornogebühren zu zahlen, da der Reiseveranstalter offensichtlich keine Einbußen durch Sie hatte. Es fallen keine Stornogebühren an, wenn Sie von der Reise zurücktreten, weil der Reisepreis um mehr als fünf Prozent angehoben wurde, das gewünschte Hotel belegt war und sie in ein anderes umgebucht werden sollen. Auch eine Minderung des Wertes der Reise um fünfzig Prozent sowie Unzumutbarkeit der Reise können als Vertragskündigungsgründe angesehen werden.