Tomatensaft im Flugzeug

Es ist bis heute ein Rätsel, warum Tomatensaft und Flugzeug zusammen gehören. Während in Deutschland das Phänomen nicht ganz so weit verbreitet ist, sind andere Nationen im Trinken von Tomatensaft während ihres luftigen Aufenthaltes Spitzenreiter. In manchen Maschinen ist es sogar das meistverkaufte Getränk. Große Proteste kamen auf, als TUI das Getränk 1993 von der Karte strich. Es gibt endlose Begründungsversuche für die Verbindung Tomatensaft Flugzeug. Da dieses sonst so unbeliebte Getränk so gern in luftiger Höhe verzehrt wird, nimmt man eine Veränderung des Geschmacksempfindens bei geringerem Druck als eine Ursache an. Auch der Trittbrettfahrereffekt ist unter den Theorien verbreitet. Einer bestellt es, alle machen es nach. Weitere Erklärung bietet der Kater-Killer-Effekt des roten Saftes. Tomatensaft im Flugzeug gegen Exzesse am Vortag? Über den Wolken soll es angeblich vermehrt oxidative Substanzen geben, die durch Lycopin, einen Bestandteil des Saftes bekämpft werden. Auch bei Durchfall schafft er Abhilfe. Die Theorie der verminderten Geschmackswahrnehmung und Abhilfe durch Tomatensaft im Flieger, angerührt mit viel Salz und Pfeffer scheint möglich. Auf dem Linienflug Atlanta – Frankfurt werden im Durchschnitt 32 Büchsen Tomatensaft von 160 Fluggästen getrunken. Nur Zufall? Das Tomatensaft im Flugzeug nicht harntreibend ist und wohl fast jeder gern die Toilette im Flieger meidet, ein weiterer möglicher Grund. Auch für hungrige Fliegende scheint der Saft als Nahrungsersatz zu fungieren. Die wahrscheinlichste Erklärung für die Liaison Tomatensaft Flugzeug ist jedoch die der Verminderung der Übelkeitsgefühle. Jeder kann am Ende seine eigene Begründung dafür haben, dass er sich den roten Fruchtsaft bestellt.