ePass

Der elektronische Pass, auch ePass genannt, wurde in Deutschland im November 2005 eingeführt und erweitert den klassischen Pass auf Papier beziehungsweise Karte. Ein Pass ist ein Dokument zur zweifelsfreien Identifizierung von Personen. Vor allem auf allgemeinen Reisen dient dieses Ausweisdokument als Legitimation der Person und dem Beförderungsanspruch einer gebuchten Reise. Auf dem Reisepass werden Name, Familienname, Geburtsort- und Datum, Wohnort, Geschlecht, Körpergröße, Augenfarbe und ein Foto des Passagiers aufgenommen. Ergänzt wird dies durch eine Unterschrift. Der ePass verfügt über ein Novum: er hat biometrische Daten auf einem Chip gespeichert und macht diese zu jeder Zeit überall elektronisch auswertbar. Mit diesem Dokument werden neben den klassischen Daten weitere Informationen aufgenommen: in Deutschland werden Fingerabdrücke von zwei Fingern zu einer Datenstruktur zusammengefasst und als Bild auf dem ePass hinterlegt. Von Kindern, die sich noch im Wachstum befinden, werden keine Fingerabdrücke genommen. Der integrierte Chip gilt als Hürde für Fälscher, da die Merkmale im Chip maschinell auf ihre Echtheit überprüft werden können. Somit wird es Terroristen und Straftätern erschwert, unter falscher Identität zu reisen. Durch die Einführung vom ePass sollte die Möglichkeit geschaffen werden, Grenzübergänge zunächst teilweise, später komplett zu automatisieren. Die Kosten für diese neuen Pässe haben sich im Vergleich verdoppelt. Ein weiterer Kritikpunkt bleibt die Frage nach dem Datenschutz. Es besteht die Möglichkeit, dass die Daten, die auf dem ePass gespeichert sind, nicht-willentlich und ohne eine aktive sowie wissentliche Handlung des Besitzers ausgelesen werden können. In Europa soll dies jedoch durch das Verfahren „Basic Access Control“ unterbunden werden. Eine 100-prozentige Sicherheit besteht dabei aber nicht.